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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Bild von Bürgermeisterin Claudia Schnabelschon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu, Weihnachten und der Jahreswechsel stehen unmittelbar bevor. Wir freuen uns auf Tage ohne Hektik und Alltagsstress, auf Feiern im Familien- und Freundeskreis. Die ruhige Zeit zwischen den Jahren lädt traditionell dazu ein, einmal inne zu halten, zurück zu schauen auf die vergangenen zwölf Monate und sich auch selbst zu fragen, was war das eigentlich für ein Jahr? Jedem von uns gehen dabei ganz eigene Bilder durch den Kopf, seien es schöne oder auch traurige Erinnerungen.

Als Bürgermeisterin dieser Gemeinde denke ich dabei an die vielen Ereignisse, die unsere Gemeinde geprägt haben. In diesem Jahr wurde in Fronhausen wieder viel bewegt. Zahlreiche Bauunterhaltungsmaßnahmen an den gemeindlichen Einrichtungen konnten abgeschlossen oder auf den Weg gebracht werden. Bezüglich der Weiterentwicklung unserer Gemeinde wurden weitere wichtige Akzente gesetzt, die die Lebensqualität für unsere Einwohnerinnen und Einwohner verbessern und die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Gemeinde weiter stärken werden.

Dem Investitionsstau im Bereich Brandschutz wurde mit dem im Sommer verabschiedeten Feuerwehr Bedarfs- und Entwicklungsplan begegnet, der für die nächsten 10 Jahre Prioritäten setzt. Eine erfolgreiche Antragstellung für den gemeinsamen Feuerwehrstützpunkt Ost und ein neues Löschfahrzeug haben uns jeweils auf Platz 1 der Prioritätenliste des Landkreises gebracht. Auch für die Standorte Fronhausen und Oberwalgern wird eine Planung erfolgen. Die bereits 30 Jahre alte Drehleiter wurde durch ein gebrauchtes Fahrzeug und ertüchtigtes Fahrzeug ersetzt.

Neben der grundhaften Sanierung der Gehsteige in der „Alten Weinstraße“ Oberwalgern wurde auch die Baumaßnahmen „Bergstraße“ in Fronhausen im Frühjahr begonnen. Die Arbeiten verlaufen plangemäß, und sollten im Sommer 2018 abgeschlossen werden. Leider ist es weder der Gemeinde noch den Anliegern gelungen, eine finanzielle Beteiligung des Kreises an dieser Maßnahme zu erreichen.

Den Geburtenzuwachs nahm die Gemeinde zum Anlass, rund 1 Million Euro in den Anbau an die Kindertagesstätte Bellnhausen zu investieren. Pünktlich zum 01. Dezember konnten die beiden neuen Gruppenräume bezogen werden, damit wurden die bereitgestellten Krippenplätze verdoppelt.

Der erfolgreiche Kurs der Gemeinde soll auch im Jahr 2018 im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten fortgesetzt werden. Zwar haben wir einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorgelegt, der jedoch durch die Systematik des Kommunalen Finanzausgleichs sehr belastet wird. Als viertkleinste Gemeinde des Landkreises werden wir in 2018 eine Solidaritätsumlage in Höhe von rund 170 TEUR zahlen. Neben uns trifft dies nur noch auf Stadtallendorf zu. Schlüsselzuweisungen erhalten wir in 2018 keine, ebenso wenig wie eine Investitionsstrukturpauschale für den ländlichen Raum. Dies wird bedingt durch unser nachteiliges Verhältnis von Steuereinnahmen in den letzten beiden Jahren und unserer geringen Einwohnerzahl.

Im Jahr 2018 wird die planmäßige Abarbeitung der Investitionen in Stützpunkte, Fahrzeuge und Ausrüstung unserer Feuerwehren den Schwerpunkt der Investitionen bilden. Auch gemeindliche Infrastruktur wie Straßen und Feldwege werden saniert, um einen ordnungsgemäßen Zustand zu  erhalten.

Im Bereich der Familienförderung freuen wir uns, mit dem Waldkindergarten Holzhausen ein weiteres Angebot bieten zu können, um so die Plätze in den beiden anderen Kindergärten durch eine neue Form zu ergänzen.

Zu den wichtigen Maßnahmen gehört aber auch die Erschließung und Vermarktung einiger Baugrundstücke in Bellnhausen. Damit wird der großen Nachfrage nach Bauland Rechnung getragen, es ist aber auch ein Beleg für die hohe Wohn- und Lebensqualität unserer Gemeinde. Aufgrund des Bürgerentscheids können wir im Kernort kein neues Baugebiet ausweisen, den Verlust an Einwohnerzahlen nicht kompensieren und leider den bauwilligen jungen Familien derzeit keine Perspektive bieten.

Kommune heißt Gemeinschaft. Sie funktioniert am besten, wenn sich viele daran beteiligen, ihre Gemeinde attraktiv zu gestalten. Ich nehme deshalb das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel zum Anlass, um all den Mitbürgerinnen und Mitbürgern ganz herzlich zu danken, die sich ehrenamtlich im sozialen, sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereich für andere und das Gemeinwohl einsetzen. Ihr wertvoller Einsatz, im Großen wie im Kleinen, in der Öffentlichkeit wie im Hintergrund, ist gelebte Solidarität und unverzichtbar für unsere Gemeinschaft. Sie setzen sich ein für andere und für lohnende Ziele. Sie machen das freiwillig, sie fragen nicht, was das kostet oder welchen Vorteil Ihnen das bringt. Herzlichen Dank dafür!

Vor uns liegt nun ein weiteres Jahr mit vielen Hoffnungen, Wünschen und guten Vorsätzen. Ich wünsche Ihnen von Herzen erholsame und besinnliche Weihnachten, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches und erfolgreiches Jahr 2018.

 

Ihre Bürgermeisterin
Claudia Schnabel